Lake Havasu

12. April Holperfahrt zum Lake Havasu

Eigentlich hatte ich für die erste Nacht Willow Beach vorgesehen, der Campground  dort war aber voll. Darum geht’s gleich weiter Richtung Lake Havasu.

Bei Searchlight blinkt die erste Fehlermeldung auf; irgendwas mit Reifensensor. Zum Glück haben wir hier Empfang, dass wir eine WhatsApp verschicken können. Entwarnung: Sandra hat vorn grad neue Puschen gekriegt, wahrscheinlich ging da der Sensor flöten.

Die I40 um Needles herum ist eine einzige Katastrophe; da ist eine Schotterpiste ja noch besser. Beim Walmart Lake Havasu starten wir den großen Ersteinkauf. Puh, sowas dauert ganz schön lange, obwohl ich unsere Einkaufsliste gleich mit Gangnummern aufgestellt habe. Die Zeit habe ich total unterschätzt.

Stellplatz Cattail Cove SPGeschafft kommen wir gegen 18:30 Uhr bei unserem Quartier für die nächsten drei Nächte, dem Cattail Cove SP an. Wir sitzen grad beim verdienten Bier, als uns ein Ranger zu S’mores und Lagerfeuer mit Gitarrenmusik einlädt. Ist zwar nett, aber lang bleiben wir nicht. Es gibt noch das übliche WoMo-Urlaubs-Auftaktessen Spaghetti Bolognese. Das Auspacken verschieben wir auf morgen und sind recht bald in der Falle. Wie schön, dass Jessica die Betten schon bezogen hat.

13. April Relaxen an Arizonas Westküste

Nachts war ich für ein Viertelstündchen kurz wach, dann schlummerte ich weiter bis uns gegen halb Sieben Vogelgezwitscher weckt. Es ist auch schon angenehm warm, so dass wir draußen frühstücken können. Danach gehe ich vorn zum Eingang zum Einchecken.

Der Vormittag vergeht mit Auspacken, Einräumen und Einrichten. Auch da habe ich glatt unterschätzt, wie lange das dauern kann. Dabei haben wir doch eigentlich gar nicht soo viel Kram.

Mittlerweile ist viel wärmer geworden. Wir drehen eine Runde über den Campingplatz und entdecken einen kleinen Kakteengarten, sowie eine Zen-Bank.

Collage Kakteengarten

Dann laufen wir einen kurzen Trail den südlichen Hügel am Campingplatz hinauf. Dort haben wir schöne Blicke auf den See und die Cattail Cove. Blühende Kakteen laufen uns auch über den Weg.

Cattail Cove Bucht

Das Thermometer zeigt inzwischen 33°C an, daher suchen wir uns ein schattiges Plätzchen am schönen Strand und relaxen. Kersten wagt sich sogar ans Baden, ich gehe zumindest bis zu den Knien in den kalten Colorado.

Kollage Beach Cattail Cove

14. April Lake Havasu City

Der Tag startet ähnlich wie der gestrige. Nach einem gemütlichen Frühstück und dem notwendigen Abwasch fahren wir mit Sandra nach Havasu City. Beim ersten Anlauf verpassen wir die Einfahrt zum Parkplatz am English Village, dann bekommen wir doch noch einen Platz auf der Schotterfläche dort.

London Bridge HavasuDer Weg führt uns dann herunter ans Wasser zu Fuße der London Bridge. Diese Brücke zu einer Insel im Stausee besteht aus einem Stahlbetongerüst, das mit den original Steinen der alten London Bridge verkleidet wurde.  Drumherum sollte noch ein malerisches „englisches Dorf“ entstehen, das letztlich aber eher klein ausgefallen ist.

Vor Urzeiten habe ich mal den Fernsehthriller Der Schrecken der London Bridge gesehen. Bei dem ging es um eine Mordserie in Havasu City. Man munkelte Jack the Ripper wäre mit der Brücke importiert worden und wieder auferstanden. 

Wir spazieren den Shoreline Trail am Bridge Water Channel entlang. Auf der Festlandseite liegt ein Golfplatz, wir gucken auf den Strand auf der Insel und sehen einige Boote den Kanal entlang tuckern.
Rund um den Lake Havasu wurden Leuchttürme gebaut und zwar kleine Repliken andernorts existierender. So auch hier am Ende des Kanals. Nachbau des Currituck Beach Lighthouse (outerbanks). Danach gibt es einen weiteren schönen Sandstrand mit Palmen Kein Wunder, dass man dies hier Arizonas Westküste nennt.

Collage Ufer Havasu
Strand Havasu City

Collage English Village HavasuWir gehen den gleichen Weg zurück und haben da einen Panoramablick auf die Brücke.
Die Temperatur kratzt schon wieder an der 30° Marke, daher wollen wir im irgendwo etwas Trinken. Jetzt in der Lunchzeit ist es aber überall voll, deshalb holen wir uns lieber etwas aus dem WoMo. Wir relaxen auf einer schattigen Bank nahe des Brunnens.

South Lake Safari mit "Gummienten"

Langsam wird es Zeit für unsere nachmittagstour. Nachdem Kersten mal so enttäuscht war, dass ich eine Bootstour gebucht hatte anstatt ein Boot zu mieten, bekam er zu Weihnachten die South Lake Safari hier geschenkt. Gebucht habe ich diese bei Rubba Duck Safari

Ein Guide würde die Gruppe führen, das Boot fährt man selber. Nach der Sicherheitseinführung wäre ich gern von dieser Tour zurückgetrete. Auf dem Lake Havasu gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzung, daher müsse man höllisch auf Speedboote aufpassen. Immer wachsam! Kneifen gilt nicht, mit etwas mulmigen Gefühl steige ich in unsere „Gummiente“. Tatsächlich aber achtet der Guide sehr genau darauf, dass die Wege frei für uns sind. 

Collage Boote auf TourMit uns unterwegs sind noch eine Familie in zwei Booten und ein junges Pärchen. Für einen kurzen Vortrag versammeln wir uns unter der London Bridge. Dann tuckern wir brav hinter Admiral Duck her nordwärts den Kanal entlang hinaus auf den See.

Natrürlich muss ausgerechnet uns ein kleines Missgeschick passieren. Kersten kommt zu weit nach rechts und wir stecken kurz im Sand fest. Zum Glück gibt es aber keinen Schaden. Auf dem See heißt es Vollgas geben! Da wechsle ich lieber von meinem Platz neben Kersten in den Bug. Oh Mann, ist das ein Gehüpfe und Geschaukel.  Es dauert ein Momentchen bis mein Kapitän den Bogen heraus hat die Wellen zu nehmen und die Tour anfängt Spaß zu machen.

Boote vorm Copper CanyonErst geht es ein Stück die Arizona Küste entlang, dann brettern wir hinüber zu kalifornischen Seite. Dort steuern wir den Copper Canyon an. Der Name geht zurück auf die mit Kupfer durchzogenen Felsen. Früher gab es dort auch einen Mine. Berühmt berüchtigt ist der Canyon als Spring Break Partylocation gewesen; insbesondere der 80 Fuß ( ca. 2,45 m) hohe Sprungfelsen. Mittlerweile geht es dort meist ruhiger zu. 

Copper Canyon Sprungfelsen
Felsen Copper Canyon

Wir heizen dann wieder quer über den See zurück zum Arizonaufer und zwar in eine Bucht mit markanten Felsen. Pilot Rock, wenn ich mich recht erinnere. 

Nordwärts die Küste entlang und durch den Bridge Water Channel erreichen wir nach gut zweieinhalb Stunden wieder den Anlager. Alles in allem war die Bootsfahrt doch ganz lustig. 

Brdge Water Channel

Wir fahren zurück zum Cattail Cove SP und genießen dort einen lauen Abend. 

15. April Fahrtag nach Cathedral City

Auch der Samstagmorgen beschert uns wieder Sonnenschein und sommerliche Temperaturen. Wir frühstücken in aller Ruhe ausgiebig. Dann rödeln wir auf, denn heute soll es weiter gehen. So recht mögen wir uns nicht vom Cattail Cove trennen, zumindest ein Bad muss noch sein. So ist es fast Mittag, als wir endlich loskommen. Hier hätten wir gut noch länger ausgehalten.

Wüste an der Interstate 10Da wir Strecke hinter uns bringen und dann noch günstiger in Arizona tanken wollen, fahren wir erst nach Quartzsite. Dort wird Sandra vollgetankt und weiter geht’s über die I10 nach Westen. Es ist ziemlich windig, Sandra schwer zu lenken, daher fährt Kersten auch auf der Interstate nur mit 50mph. Eine längere „tax dollar at work“ Baustelle müssen wir auch noch durchfahren. Ab Parker sind die Aussichten unterwegs wenig spannend. Viel Wüste halt und als Abwechslung riesige Photovoltaik Anlagen im Aufbau.

Bei Indio verfranzen wir uns irgendwie, eigentlich wollte ich Richtung Indian Wells. Die Beschilderung ist irreführend und das Handy Navi hat schlechten Empfang. Letztlich ist es aber eh schon zu spät für die eigentlich angedachten Ziele, die schließen heute um 17 Uhr. Daher fahren wir nur noch zum Target, frische Vorräte bunkern, und dann zum kurzfristig gebuchten Cathedral Palms RV Resort.

Straße in Cathedral City
Cathedral Palms RV Resort